TENERIFFA INSIDER-TIPPS

Toeristenfobie op Tenerife: Wat is er aan de hand? Foto van hoop, waarbij mensen elkaar de hand vasthouden langs de kust van Tenerife.

Touristenphobie auf Teneriffa: Was ist los? 

In den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, ob ich überhaupt etwas zu diesem Thema posten sollte. Es ist ein heißes Eisen, und es scheint sich zu verschlimmern, da die internationale Presse den Begriff Touristenphobie häufig falsch interpretiert. Diese Art von Sensationsjournalismus trägt nur zur wachsenden Spannung auf der Insel bei, ohne die wahren Gründe für den Ärger der lokalen Bevölkerung zu erklären.

Canarias tiene un límite poster met oproep tot protest.

Protestmarsch am 20. April 2024 

Am 20. April 2024 ist ein großer Protestmarsch auf der Kanarischen Inseln geplant. Mit dem Slogan ‘Canarias tiene un límite’ (Die Kanarischen Inseln haben eine Grenze) betonen die Organisatoren, dass dies kein Angriff gegen Touristen ist, sondern ein Protest gegen das touristische Geschäftsmodell. Der Tourismus wächst weiter und hat inzwischen einen ernsthaften negativen Einfluss sowohl auf die lokale Bevölkerung als auch auf die Umwelt, was drastische Maßnahmen erforderlich macht.

Die Beliebtheit der Kanarischen Inseln als Reiseziel zeigt sich in den Zahlen: Allein auf Teneriffa gab es im Jahr 2023 beeindruckende 13,9 Millionen Touristen, mit steigender Tendenz.

Wirtschaftliche Auswirkungen 

So viele Touristen, die ihr hart verdientes Geld auf unseren Inseln ausgeben, das kann doch nur Wohlstand bringen, oder? Nein, das ist nicht der Fall. Ein großer Teil der Gewinne landet in den Taschen internationaler Unternehmen, während die Löhne auf den Inseln niedrig bleiben.  

Darüber hinaus werden viele Wohnungen für Ferienvermietungen genutzt, was dazu führt, dass die Immobilienpreise steigen und lokale Bewohner Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Dadurch werden die fleißigen Menschen, die Ihnen rund um die Uhr während Ihres wohlverdienten Urlaubs dienen, gezwungen, sich aus den 'privilegierten' Zonen zurückzuziehen, denn dort können sich nur Touristen eine Unterkunft leisten.  

Infrastruktur 

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zwingt die lokale Bevölkerung dazu, weiter von ihren Arbeitsplätzen entfernt zu leben, was zu einem Anstieg des Pendelverkehrs auf den Straßen führt. 

Und ich habe das Thema Umweltverschmutzung und Wasserverschwendung noch nicht einmal angesprochen. Noch habe ich erwähnt, dass einige Mitarbeiter unter der Woche in ihren Autos in der Nähe des Hotels schlafen, damit sie nicht jeden Tag 3 Stunden im Verkehr stehen müssen und nur an ihren freien Tagen zu ihren Familien zurückkehren. 

Sicherheit 

Können Sie als Tourist immer noch sicher nach Teneriffa reisen? Absolut! Trotz einiger Vorfälle von Vandalismus, bei denen einige radikale Personen touristenfeindliche Parolen an Gebäude gesprüht haben, bleibt Teneriffa ein sicheres Reiseziel. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Vorfälle nicht repräsentativ für die Mehrheit der lokalen Bevölkerung sind. Viele sind auf den Tourismus für ihr Einkommen angewiesen und pflegen daher eine gastfreundliche Haltung gegenüber Touristen. Aber zu viel ist zu viel, so lautet das Motto. 

Und was können Sie als Tourist tun, um zu helfen? 

Als Tourist können Sie zu einer nachhaltigeren Zukunft für Teneriffa beitragen, indem Sie bewusst reisen und respektvoll mit der lokalen Bevölkerung umgehen. Denken Sie zum Beispiel daran, lokale Unternehmen zu unterstützen und Ferienwohnungen zu vermeiden, die auf Kosten des lokalen Wohnungsmarktes gehen. Außerdem können Sie in Betracht ziehen, öffentliche Verkehrsmittel anstelle eines Mietwagens zu nutzen. 

Zukunftsaussicht 

Die Lösung für diese Probleme liegt teilweise bei der Regierung der Kanarischen Inseln, die Maßnahmen ergreifen kann, um den Bau weiterer Hotels zu begrenzen, illegale Ferienvermietungen zu bekämpfen und für bessere Löhne und Wohnungen für die lokale Bevölkerung zu sorgen. Durch das Streben nach einer besseren Balance zwischen Tourismus und lokalen Interessen können wir sicherstellen, dass jeder die Schönheit genießen kann, die Teneriffa zu bieten hat.

Lassen Sie uns hoffen, dass der Protestmarsch positive Ergebnisse für die lokale Bevölkerung bringt. Vergessen Sie nicht, sich für den Newsletter anzumelden, um über die Entwicklungen informiert zu bleiben.

¡Hasta Pronto!    

2 Kommentare zu „Toeristenfobie op Tenerife: Wat is er aan de hand? “

  1. Besten Dank für den für Beitrag. Was aber auch nicht klar wird, was sind die Forderungen und Lösungsvorschläge. Welche Institution soll sich verantwortlich zeigen? Die Tenerifeños selbst sprechen meist keine Fremdsprachen und auch das Bildungsniveau der meisten Menschen hier ermöglicht eher wenig sich eine andere, besser bezahlte Arbeit zu finden. Viele aber besitzen eine Wohnung oder Haus, meist im Süden der Insel, die traditionell als Wochenend- oder Sommerresidenz für die Familie gedacht war. In den letzten zwei Jahren bauten sie diese touristentauglich um und vermieten, natürlich so teuer wie möglich. Auch in den kleinsten abgelegenen Dörfern findet ein Einheimischer bald keine Möglichkeit mehr zu wohnen. Der Durchschnittslohn liegt bei 1200 Euro monatlich. Wie soll eine Miete von 700 Euro plus Auto um in die Arbeit zu fahren da reichen.?
    Die Stationen der öffentlichen Verkehrsmittel liegen meist auf der Autopista und man muss zu Fuß hingehen, oft 3 bis 5 Kilometer. Tiere sind nicht erlaubt.
    Bis vor ein paar Jahren hat dieses System dennoch gut funktioniert, auch durch die kulturellen Familienstrukturen, viele leben bei ihren Eltern und Großeltern, da nun aber alles was möglich ist vermietet oder verkauft wird, werden auch diese Strukturen zerfallen.
    Auch Teneriffa hat’s nun erwischt. Fast 8 Milliarden Menschen sind nunmal zuviel für einen kleinen Planeten.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar und für Ihre Perspektive zu der Situation auf Teneriffa. Es ist offensichtlich, dass es tiefgreifende Bedenken gibt über die Auswirkungen des zunehmenden Tourismus auf der Insel, insbesondere in Bezug auf die Wohnsituation, den Transport und die sozialen Strukturen.

      Sie betonen zu Recht die Schwierigkeiten, mit denen die lokale Bevölkerung konfrontiert ist, wie die steigenden Lebenshaltungskosten, die Unzulänglichkeit der Löhne und die Veränderungen in den traditionellen Familienstrukturen. Diese Probleme haben in der Tat ernste Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bewohner von Teneriffa.

      Die Lösung für diese Fragen is komplex und erfordert eine koordinierte Anstrengung verschiedener Interessengruppen, einschließlich der Regierung der Kanarischen Inseln, lokaler Gemeinschaften, Unternehmen und einzelner Bürger.

      Ich hoffe dass die Regierung der Kanarischen Inseln einen durchdachten und inklusiven Plan entwickeln wird, um das Gleichgewicht zwischen dem Erhalt der lokalen Kultur und Umwelt und den Bedürfnissen der Tourismusindustrie wiederherzustellen.

      Nochmals vielen Dank für Ihren wertvollen Beitrag zu dieser wichtigen Diskussion.

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